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24. Oktober 2014

Ironman 70.3 WM-Test: Viernheim Triathlon 2014

Bericht von Patrick Lange zum Viernheim-Triathlon 2014

Die Weltmeisterschaft im Ironman 70.3 in Mont Tremblant rückt immer schneller näher. Mein ganzes Training und meine Rennplanung diese Saison waren und sind auf die Weltmeisterschaft ausgerichtet (siehe auch Über Träume: Ironman 70.3 WM 2014 - Mont-Tremblant Canada ). Letzte Station dieser Reise ist der Viernheim Triathlon. Also der letzte Formtest, bevor es nach Kanada geht.

 

 

 

13:00 Uhr – Schwimmstart

Und Start: ich konnte direkt gut anschwimmen und schnell bildete sich eine Führungsgruppe aus Johann Ackermann, Nils Frommhold, mir und Paul Schuster.

Wir konnten gut Tempo machen und gingen auch zu viert in den Wechsel.

 

 

 

 

Radstrecke

Auf dem Rad entwickelte sich das Feld anfangs fast wie erwartet – auch hier hatte ich wieder mein „Spezialfahrrad“ wie beim Heidelbergman im Einsatz. Bei km 6 waren Nils Frommhold, Johann Ackermann und ich in der Führungsgruppe, Paul Schuster 20“ hinter uns und Sebastian Kienle Fünfter mit 45“ Rückstand auf die Führungsgruppe. Dank meines Teams war ich ständig über die Rennsituation hinter mir im Bilde.

Gerade in den Abfahrten war das Strassenfahrrad ein deutlicher Vorteil – nur in den Ebenen verlor ich etwas an Zeit gegenüber den Zeitfahrrädern. Und so nutzte ich meinen Vorteil und setzte eine harte Attacke, mit der ich mich von der Führungsgruppe lösen konnte.

Schnell hatte ich 20 Sekunden Vorsprung herausgefahren.

Das Führungsauto konnte sich ab da auch nicht richtig auf meine Fahrweise einstellen und zwang mich zwischendurch zum bremsen. Das ging so weit, dass ich das Führungsauto überholen musste und alleine mit dem Polizeimotorrad vornewegfuhr.

Bei Kilometer 40 hatte ich circa 1 Minute Vorsprung und folgte dem Polizeimotorrad – auch in eine Kurve, in die der Streckenposten uns winkte.

Immer weiter und…

...Auf einmal stand ich mit dem Polizeimotorrad mitten auf einer Brücke – ein klasse Rundumblick. Und die Verfolger, die direkt unter mir unter der Brücke durchfahren… ich war nicht mehr auf der Strecke, sondern fehlgeleitet worden!

Es half nichts „Zähne zusammen beißen und weiter“. Das war ein Punkt, wo ich abbrechen wollte – da wusste ich einfach nicht weiter. Ich hatte alles gegeben und…  den möglichen Sieg so abzugeben, ist gelinde gesagt – frustrierend.

In Wechselzone 2 ging es dann mit einem Riesenrückstand - mit einer Portion Frustration und Verzweiflung im Bauch rannte ich durch die Wechselzone und rein ins Laufen.

 

 

 

 

 

Der Lauf

Sofort war klar, dass ich hier nicht mehr viel ausrichten konnte. Selbst mit bester Laufleistung war Platz 3 unrealistisch. Also lief ich verhalten los und dosierte meinen Lauf so, dass ich auf Platz Vier finishen konnte.

 

Im Ziel

Ins Ziel gelangte ich als Vierter. Den Rennverlauf hätte ich mir nicht erträumen können – den schreibt das Leben. Hier sehe ich das Rennen sehr zwiespältig.

 

Fazit

Am Ende des Tages bleibt mir die Überzeugung: Menschliche Fehler – ich habe einfach Pech gehabt.

Und so geht es dennoch für mich mit einem guten Fazit Richtung Weltmeisterschaft in Kanada.

 

-          Ich hatte einen klaren Vergleich mit anderen Weltklasse-Athleten,

-          eine harte Trainingseinheit und

-          einen Test meiner mentalen Stärke im Rennen.

Über die Disziplinen war es ähnlich: Das Schwimmen lief hervorragend, das Setup meines Fahrrads und meine anderen Änderungen haben klasse funktioniert und trotz aller Widrigkeiten hatte ich auch mental die Stärke, den Rückschlag hinzunehmen und zu finishen.

 

Auf nach Kanada!

Euer Patrick

 

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