__News

10. November 2015

Atacama Crossing 2015

Nachfolgend ein persönlicher Bericht von Stefan J. von seinen Erfahrungen beim Atacama Crossing 2015.

Am 30.September 2015 stieg ich ins Flugzeug in Richtung Wüste. Ich hatte mir fest vorgenommen bei dem diesjährigen Abenteuer in Chile teilzunehmen. Unter uns Läufer auch besser bekannt als „Atacama Crossing“ von 4Deserts.

Es handelte sich dabei um einen 250 km, aufgeteilt in 6 Tagen, Lauf durch die trockenste Wüste der Welt, die Atacama.  Dabei waren wir verpflichtet alles, dass wir in 6 Tagen brauchten,  im Rucksack mitzuführen.

Nach 35 Std Flug und 1 Std Autofahrt war ich mittendrin im Abenteuer.  Hotelzimmer war schnell bezogen und es ging direkt zum ersten Läufchen nach so langer Reise.

03. Oktober   bekamen wir das erste wichtige Briefing. Danach ging es mit Bussen raus in das erste Camp. Am 4.  Oktober morgens 8 Uhr fiel der Startschuss zur ersten von sechs Etappen. 36.1 km standen auf dem Tacho am Schluss und mit 4:43 Std überquerte ich als Gesamt 13. Die Ziellinie an diesem Tag. Mit der guten Ausgangsposition steckte ich mir neue Ziele. Immerhin fühlte ich mit stark genug. Mein Ziel war eine Top 10 Platzierung und mit nur 7 min Rückstand auch sehr realistisch in meinen Augen.

So ging es zur 2. Etappen. 44 km war sie ein wenig länger als die gestrige. Ich fand schnell meinen Rhythmus und so war ich auch unter den Top 10 bis zum ersten Checkpoint. Alles fühlte sich gut an. Dann musste ich eine Toilettenpause war nehmen und dies wurde schnell genutzt für eine Lücke zu mir herzustellen. Ich wusste aber, dass meine Stärken beim Bergauflaufen sind. Bei  ca. km 17 kam auch solch ein Anstieg und dort versuchte ich die entstandene Lücke bevor es in die Sanddüne, kurz vor Checkpoint 2, so gut wie es geht zu schließen. Es gelang mir auch bis auf ca. 200 m ran zu kommen. Mit dem Blick nur zur Gruppe übersah ich ein paar lose Steine. Ich knickte 2-3mal kurz hintereinander auf solchen Steinen um. Schnell erkannte ich, dass diese Verletzung nicht weg zu laufen war und entschied mich bei CP 3 am 2. Tag mit einem geschwollenen Fuß das Rennen aufzugeben. Die Enttäuschung war natürlich riesen groß. All die harte Arbeit mit der Vorbereitung quasi umsonst.  Wie zum Beispiel Laufkilometern von maximal 170  und 8500 HM in der Woche, Radfahren in der Sauna, Höhensimulationstraining zu Hause auf dem Rad und natürlich die schweißtreibenden Stunden im Fitnessstudio.

Ich blieb bis zum Schluss in der Wüste und machte mir meine Gedanken. Gedanken an zu Hause und natürlich über mein Ausscheiden. In der Wüste geht es da am Besten da man nicht abgelenkt wird. Auch versuchte ich Sportsmann zu sein und half an den Checkpoints bzw. feuerten die anderen Läufer an.

 

Fazit:

Ein wunderschönes Abenteuer durch eine wunderschöne Landschaft. Der Organisator 4Deserts/RacingthePlanet  ist sehr professionell und mit viel Erfahrung.

Für mich heißt es jetzt Gesund werden und mein neues Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.