__Ghost Factory Racing Team

Steckbrief

GHOST fühlt sich "seinen Mädels" verpflichtet und startet in 2010 mit dem GHOST FACTORY Racing Team ein völlig neues Engagement. Viele Fahrerinnen sind GHOST seit Beginn Ihrer Karriere treu, jetzt will GHOST Ihnen eine neue Plattform zur Weiterentwicklung bieten.

Die "GHOST - Stammfahrerinnen" um Lisi Osl, Anja Gradl und Mona Eiberweiser wurden durch die Schweizerin Katrin Leumann ergänzt und damit werden die internationalen Ambitionen angedeutet. Auch der GHOST Juniorenfahrerin Johanna Techt soll eine Chance im neuen Team gegeben werden.

O-motion freut sich, zu diesem engen Kreis zu gehören und sie mit den O-motion compression sport socks und tubes unterstützen zu können.

Medien

News

14. September 2014
Katrin Leumann gewinnt Bundesligasprintfinale

Versöhnlicher Saisonabschluss beim letzten Saisonrennen

Nachdem weder Lisi Osl noch Katrin Leumann mit ihrem Rennen bei der Weltmeisterschaft in Hafjell (NOR) zufrieden waren, galt es beim Saisonabschluss einen guten Eindruck mit in die Winterpause zu nehmen. Dies gelang sowohl der Österreicherin mit ihrem siebten Rang im CrossCountry, als auch ihrer Schweizer Teamkollegin, die mit dem Sprintsieg am Vorabend
überzeugen konnte.


Lisi Osl erreichte im CrossCountry Rennen am Sonntag den siebten Rang und war mit dem Ergebnis nach den Rückschlägen der vergangenen Wochen wieder etwas zuversichtlicher und optimistisch gestimmt: "Ich habe nach den letzten Rennen viel überlegt und versucht herauszufinden woran es gefehlt hat. Bei der WM um Rang 30 zu fahren hat sicherlich nicht mein ganzes Leistungspotential gezeigt, insbesondere weil die Saison doch recht positiv begonnen hat. Ich denke, ich habe die Verletzung nicht so wirklich ernst genommen und erwartet, dass es - sobald die Schmerzen nachlassen - sofort wieder ganz normal gehen würde. Mein Training war aber mit dem gebrochenen Arm sicherlich nicht so ideal wie es hätte sein können und die Form hat definitiv darunter gelitten.


Heute habe ich wieder etwas Zug gespürt, auch wenn es 'nur' der siebte Rang war." Damit reihte sich die Österreicherin beim internationalen Rennen in Bad Salzdetfurth nur wenige Sekunden hinter dem Podium ein und kann sich damit optimistisch gestimmt in die Winterpause verabschieden: "Ich freue mich natürlich auch auf die wettkampffreie Zeit, darauf, viel Zeit mit der Familie verbringen zu können und ganz besonders auch auf den Schnee zu Hause in den Kitzbüheler Alpen. Zum letzten Rennen möchte ich noch einmal meinem Team und allen Sponsoren für die herausragende Unterstützung danken. Alle stehen immer hinter mir und bieten uns das beste Material und
perfekten Support."


Katrin Leumann überraschte das Publikum in der Innenstadt von Bad Salzdefurth am Samstagabend mit ihrem souveränen Sieg im Eliminator, der aber beim Blick in die Geschichtsbücher gar nicht so überraschend kam: "Ich habe lange an keinem Sprint mehr teilgenommen. In der Vergangenheit hat es mir danach immer den Rücken verrissen. Das habe ich aber jetzt ganz gut im Griff und 2012 habe ich hier ja auch den Sprint gewonnen". Während sie vor
zwei Jahren einen Doppelsieg mit Alexandra Engen einfuhr, konnte sie dieses Jahr ihre schwedische Teamkollegin gut vertreten: "Ich habe in der Quali schon gemerkt, dass es ganz gut geht, aber Veronika (Brüchle) war schon ein harter Brocken. Sie war auf der Gerade etwas stärker, deshalb habe ich einfach versucht alles von vorne zu fahren. Das hat dann auch ganz gut geklappt
und bis ins Ziel gereicht". Aufgrund der doppelten Punktzahl konnte sie in der Gesamtwertung sogar noch den fünften Rang erobern und das GHOST Factory Racing Team damit alle Bundesligasprints der Saison 2014 gewinnen.


Beim CrossCountry hat ihr am Sonntag dann aber etwas die Erholung gefehlt: "Gestern ging es ja sehr gut, aber mit meiner aktuellen Form konnte ich mich für Sonntag nicht vollständig erholen. Jetzt heißt es Kräfte tanken, die Winterpause nutzen und nächstes Jahr wieder in alter Stärke am Start stehen".


10. August 2014
GHOST Fahrerinnen kämpfen in Übersee um Punkte

Trotz gebrochenen Ellbogens landet Lisi Osl in Windham/USA in den TOP20

Lisi Osl reiste mit einem gebrochenen Ellenbogenkopf zu den Überseeweltcups und erreichte in Windham trotz dieses Handicaps den 17. Rang. Katrin Leumann war in der Vorwoche in Mont Sainte Anne / Canada auf dem Weg in die TOP10, nach zwei Stürzen und zahlreichen Prellungen kämpfte sie sich ins Ziel, konnte ihr Potential aber nicht mehr komplett abrufen.

Während der gesundheitlich bedingten Wettkampfpause von Alexandra Engen kämpften ihre Teamkolleginnen bei den Überseeweltcup um Punkte und Platzierungen für die Weltcupgesamtwertung.

Katrin Leumann kam in Canada vom Start weg gut ins Rennen und lag nur knapp außerhalb der TOP10 Plätze. Auf der fahrtechnisch schwierigen Strecke stürzte sie jedoch zwei Mal schwer und zog sich zahlreiche Prellungen zu: „Beim ersten Sturz bin ich Kopf voraus auf der Brust gelandet und es stockte
mir komplett der Atem, ehe ich mich und das Rad wieder sortiert habe. Ab dann ging es nur noch um Schadensbegrenzung.“ Die führte die Eidgenossin wieder nahe an die TOP20 heran, nachdem sie zwischenzeitlich bis auf den 30. Rang durchgereicht worden war. Am Ende kämpfte sie sich mit einem weiteren Sturz durch das Rennen und beendete es schließlich auf dem 21. Platz. Beim Folgerennen in Windham (USA) litt die Schweizerin noch immer unter ihren Verletzungen, hoffte jedoch auf dem konditionell äußerst anspruchsvollen Kurs dennoch gut zurechtzukommen. Ihr Körper war aber von den Stürzen der Vorwoche zu sehr in Mitleidenschaft gezogen worden: „Ich habe erst unter Rennbelastung gespürt was alles noch nicht gestimmt hat. Wir haben die ganze Woche versucht die Probleme in den Griff zu kriegen, aber die Zeit zur Regeneration war einfach zu knapp. Jetzt heißt es so schnell wie möglich wieder fit für die zwei anstehenden großen Rennen zu werden.“ Am Ende reichte es - wie in der Vorwoche - zum 21. Rang.

Lisi Osl verletzte sich in der Vorwoche zum Weltcup in Canada am Ellenbogen und ob sie an den Rennen überhaupt teilnehmen können würde, war zunächst unklar. Nach Rücksprache mit den behandelnden Ärzten entschied sie sich aber dazu, mit dem Team anzureisen um dann vor Ort den Heilungsverlauf abzuwarten. Beim ersten Rennen in Mont Sainte Anne (CAN) stand ihre Teilnahme durch die Verletzung und die schwierige Strecke bis zum Vortag des Rennens in Frage. Die österreichische Staatsmeisterin wartete jedoch geduldig und trainierte eben an diesem Samstag das erste Mal wieder auf dem Mountainbike. Sie entschied sich mit Bandage und Tape für einen Start. Trotz dieses schwierigen Handicaps erreichte die Tirolerin den 25. Rang und fand bereits eine Woche später noch besser ins Renngeschehen. Sie beendete den zweiten Weltcup in Folge auf dem 17. Rang: „Ich bin so glücklich, dass ich mich entschieden habe mit hierher anzureisen. Die Schmerzen haben mich - vor allem in Canada - zwar schon noch sehr behindert, aber am Ende konnte ich beide Rennen fahren. Das hätte ich mir nach der ersten Diagnose auch nicht träumen lassen. Die Beine waren super und das Material wieder einmal perfekt. In Anbetracht der Umstände war es dann besonders hier in Windham ein erfolgreiches Rennen. Jetzt freue ich mich aber auf die kommenden zwei Wochen, die ich vor allem zur Regeneration und Genesung nutzen werde um dann beim Weltcupfinale und der WM wieder voll dabei zu sein.“

 

 

 


21. Juli 2014
Lisi Osl erneut österreichische Staatsmeisterin

Alexandra Engen gewinnt zwei Silbermedaillen

Am vergangenen Wochenende standen für alle Teamfahrerinnen die nationalen Meisterschaften auf dem Rennprogramm. Während Greta Weithaler aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start verzichten musste, konnte Lisi Osl erneut das Meistertrikot gewinnen. Alexandra Engen erreichte sowohl im Sprint
als auch CrossCountry die Silbermedaille, Katrin Leumann wurde in der letzten Runde noch vom Bronzerang verdrängt.

Greta Weithaler musste zwar aus gesundheitlichen Gründen auf einen Start in Italien verzichten, ihre Teamkolleginnen gingen aber jeweils in ihrem Heimatland auf Medaillen- und Meistertrikotjagd.

Für Katrin Leumann war nach den Atemproblemen der letzten Wochen von Beginn an klar, dass die Verteidigung des Schweizermeistertitels ein schwieriges Unterfangen werden würde. Dennoch lieferte sie sich in Lostorf ein beherztes Rennen und lag bis in die letzte Runde auf dem Bronzerang: „Ich habe gekämpft, gelitten und alles gegeben, aber in der letzten Runde habe ich die Bronzemedaille noch verloren. In Anbetracht der letzten Wochen mit all meinen Atemproblemen bin ich aber nicht unzufrieden. Jolanda war heute einfach überlegen und auf die anderen Ränge waren es doch recht überschaubare Abstände und sowohl die Beine als auch die Atmung waren vor allem zu Beginn super. Ich hoffe also, dass ich für die anstehende Weltcups wieder mein eigentliches Leistungspotential abrufen kann“.

Alexandra Engen wollte sich nach einem Jahr ohne Meistertrikot in ihrem Heimatort wieder das blaugelbe Trikot zurückerobern, hielt sie noch im Vorjahr eine Krankheit vom Start ab. Bereits am Freitag kam es zum weltcupwürdigen Showdown zwischen Alexandra Engen und Jenny Rissveds im Eliminator. Zwei
der weltbesten Athletinnen ihrer Disziplin lieferten sich bereits in der Qualifikation ein Kopf an Kopfrennen, das die Konkurrentin der Weltmeisterin knapp für sich entscheiden konnte. Auch im Finale musste sich die Weltcupführende knapp geschlagen geben. Mit diesem Ausgang, der sich am Sonntag im CrossCountry wiederholte, war sie jedoch nicht unzufrieden: „Jenny war einfach einen Gang stärker. Ich habe am Anfang versucht sehr schnell zu starten um dann alleine mein Tempo fahren zu können. Allerdings hat dann Jenny attackiert und ich konnte nicht mehr mitgehen. Ich hätte mir natürlich gerne das Trikot geholt, aber ich hatte einen tollen Tag auf einer konditionell sehr anstrengenden Strecke mit unglaublich vielen Fans und Freunden am Streckenrand. Danke an alle für die Unterstützung.“

Lisi Osl krönte ihr Rennwochende mit dem XY österreichischen Staatsmeistertitel. Auf einer konditionell und fahrtechnisch fordernden Strecke kontrollierte die Kirchbergerin das Rennen von Beginn an. Nach einer verhaltenen Startrunde konnte sich die Favoritin von Runde zu Runde deutlicher von ihren Konkurrentinnen absetzen und am Ende mit drei Minuten Vorsprung das Rennen deutlich für sich entscheiden: „Es war ein sehr hartes Rennen für mich und wahrscheinlich der anstrengendste Sieg bei einer Staatsmeisterschaft. Aber die vielen Fans am Streckenrand und die coole und schwierige Strecke haben wahnsinnig viel Spaß gemacht. Danke an meine Fans und ein Lob für die tolle Organisation und Durchführung. Es ist einfach etwas sehr besonderes ein weiteres Jahr mit dem rot-weiß-roten Trikot fahren zu dürfen“.

 

 


01. Januar 2014
Greta Weithaler startet ab 2014 in den Farben des GHOST Factory Racing Teams

Das GHOST Factory Racing Team verstärkt sich in der kommenden Saison mit einem Nachwuchstalent aus Italien. Nachdem die Südtirolerin 2013 zweifache Weltcupsiegerin und in den letzten Jahren mehrmalige Italienmeisterin war, wird...

Greta Weithaler strahlte bei der Überreichung des Trainingsmaterials für die kommende Saison: „2014 wird mein erstes Jahr im GHOST Factory Racing Team sein“. Sie fügte respektvoll an: „Ich bin schon sehr aufgeregt. Ich hatte mehrere Optionen, aber das GHOST Team war nach unserem ersten Kennenlernen in Val di Sole mein Wunschteam. Für mich, meinen Trainer und meine Eltern der nächste logische Schritt. Mit den renommierten Klasse-Fahrerinnen im Team auf die Reise zu gehen wird sicher viel Spaß machen und ich werde dabei viel lernen können.“ Die fünffache italienische Cross-Country Meisterin ist im GHOST Factory Racing Team, das bereits 2013 das erfolgreichste Frauenteam im UCI Ranking war, der Neuzugang der Saison.


Die junge Südtirolerin feierte bereits in jungen Jahren zahlreiche Erfolge und erinnert sich selbst noch gut an ihren zehnten Geburtstag, an dem sie ihre erste Silbermedaille einfahren konnte. In den folgenden Jahren konnte sie einige Siege in Südtirol, zwei Landesmeistertitel, Podestplätze auf italienischer Ebene und am Ende Italienische Meistertitel einfahren. Seit 2010 startet die in Naturns wohnhafte Schülerin für das ötzi bike team und knüpfte an ihre Erfolge an. Neben zahlreichen nationalen und internationalen Siegen war bis dahin sicherlich die Silbermedaille bei den Jugend Europameisterschaften der größte sportliche Erfolg.


Die Saison 2013 begann für Greta mit einem Paukenschlag. Neben dem Weltcup in Albstadt (GER) konnte sie in der darauffolgenden Woche auch gleich noch den zweiten Juniorenweltcup in NoveMesto (CZE) gewinnen. Im weiteren Saisonverlauf wurde Greta Dritte beim Weltcup im heimischen Italien (Val di Sole) und konnte den Vizetitel bei den italienischen Meisterschaften einfahren. Alles in allem konnte die Südtirolerin in ihrem ersten Juniorenjahr mehr als überzeugen. Zusammen mit ihrer offenen, herzlichen Art und professionellen Einstellung sicherte sie sich das Ticket für das GHOST Factory Racing Team. „Wir sind überzeugt mit Greta eine Athletin mit Potential für die Zukunft verpflichtet zu haben. Doch bei uns zählt nicht nur der sportliche Erfolg, unser Konzept geht nur aufgrund der guten Stimmung im Team auf. Wir sind bekannt für den hervorragenden Teamspirit. Dafür müssen einfach alle im Team harmonieren und sich gut verstehen. Damit sind wir in den vergangenen Jahren so gut gefahren, konnten uns gemeinsam weiterentwickeln und schließlich die Erfolge feiern. Ich bin mir sicher, dass Greta mit ihrer positiven Art gut in unsere Teamkonstellation passt“, so Teammanger Tom Wickles.


Trotz des Wegfalls der Juniorenweltcups in der kommenden Saison wird das Team auf zahlreichen Rennen komplett vertreten sein. Die Saison beginnt wie schon in den Vorjahren mit der Vorbereitung auf der sonnigen Insel Zypern. Im Anschluss wird das Team um die schwedische Weltmeisterin Alexandra Engen zwar nicht bei den Weltcups, aber dafür bei einigen Renen in Europa gemeinsam auftreten. Die neu gegründete Junioren Europaserie bietet dafür auch im Rahmen größerer Rennen zahlreiche Möglichkeiten.


Das GHOST Factory Racing Team geht damit verstärkt in sein viertes Jahr. Nach den Erfolgen im Vorjahr geht die Equipe mit viel Vorfreude in die nächste Saison. Neben dem XCE Weltcupgesamtsieg und dem XCE Weltmeistertitel stehen zahlreiche XCO Weltcuppodeste, nationale Meistertitel und viele weitere Erfolge auf der Habenliste 2013. Nach dem gesundheitsbedingten Karriereende von Mona Eiberweiser erweitert sich das Team wieder um eine Fahrerin. Johanna Techt ist nach ihrem Rodelunfall noch nicht zurück im Renngeschehen. Den ersten offiziellen gemeinsamen Ausflug erlebt das Team zum Saisonabschlusswochenende in den Kitzbüheler Alpen Anfang November. Traditionell lässt das Team in entspannter Atmosphäre die Saison ausklingen und bereitet sich mit Termin- und Reiseplanungen bereits auf die neue Rennsaison vor.


10. Oktober 2013
Alexandra Engen wird Gesamtsiegerin im Sprintweltcup

GHOST Factory Racing erobert Podiumsplatz im XCO Gesamtweltcup – Teamwertungssieg nur knapp verpasst Mit dem Sieg im XCE Gesamtweltcup, einem Podiumsrang im XCO Gesamtweltcup, dem zweiten Rang in der Teamwertung und einem...

Für die zweimalige Sprintweltmeisterin war das letzte Saisonziel klar definiert: Nach der Verteidigung des WM Titels in Südafrika wollte Alexandra Engen auch den Sieg im Gesamtweltcup erringen. Mit nur zehn Punkten Vorsprung führte sie die Gesamtwertung vor der Schweizerin Kathrin Stirnemann an, die den letzten Weltcup in Andorra für sich entscheiden konnte. Die Schwedin hatte jedoch am Donnerstag schon in der Qualifikation zu kämpfen und erreichte nur die sechstschnellste Zeit auf der außergewöhnlichen Strecke. Nach einem kräftezehrenden Anstieg war der Kurs mit technischen Passagen und sehr weiten Sprüngen gespickt. Eben diese wurden Alexandra Engen dann auch zum Verhängnis. Im Achtelfinale sprang sie bei einem Doublesprung zu kurz, konnte aber wie durch ein Wunder auf dem Rad bleiben. Sie schlug jedoch dabei so hart mit dem Kinn auf den Lenker, dass sie sich einen Schneidezahn herausbrach. Dennoch konnte sie den Heat für sich entscheiden und sich auch in einem WM würdigen Halbfinale gegen Stirnemann und die Vizeweltmeisterin Jolanda Neff bis ins Finale durchkämpfen. Im Halbfinale hatte ihre schärfste Konkurrentin jedoch zu viel Kraft verbraucht und konnte das Tempo nicht mehr mitgehen. Die Weltmeisterin begnügte sich dann souverän mit dem dritten Rang um den Gesamtweltcupsieg nicht mehr zu gefährden. Vor zahlreichen Schwedischen Fans geht Alexandra Engen damit - nach ihren beiden WM Titeln - auch als erste Weltcupgesamtsiegerin in die Geschichte ein: „Ich weiß nicht was ich sagen soll, es war so eine tolle Saison mit so vielen Erfolgen und Eindrücken, dass ich es erst einmal setzen lassen muss. Ich bin gerade psychisch völlig leer, nachdem der ganze Druck nach dem Finale vollständig abgefallen ist. Nach dem Beinahesturz im Achtelfinale dachte ich erst, es ist alles verloren. Aber ich habe mich zusammengerissen und wir haben eine Taktik ausgearbeitet, die mich ja am Ende an mein Ziel gebracht hat auch ohne noch einmal springen zu müssen. Ich war im Finale so überrascht, dass Kathrin nicht mehr hinter mir war und wollte nur noch heil ins Ziel kommen. Ich danke meinem ganzen Team für den hervorragenden Support über die ganze Saison, der diesen Erfolg erst möglich gemacht hat.“


Lisi Osl zeigte beim abschließenden CrossCountry Rennen am Samstag erneut ein solides Rennen und beendete dieses auf dem 14. Rang: „Ich hatte in der Startphase etwas zu kämpfen, weil das Tempo gleich richtig hoch war. Bei der ersten Engstelle im Wald standen wir dann auch all erst einmal. Von da an fand ich aber gut ins Rennen und hatte nur in der vorletzten Runde einen kleinen Einbruch. Im letzten Umlauf ging es dafür noch einmal besser und ich konnte mich nach zwei Runden Kopf an Kopf Duell noch gegen Adelheid (Morath) durchsetzen“. Die österreichische Meisterin beendet damit eine Saison mit ständig aufsteigender Tendenz. Nach den Rängen 35 und 29 in den ersten beiden Weltcups ging es im Saisonverlauf ständig bergauf: „Ich bin noch nicht da, wo ich hinmöchte. Mein Ziel für die Saison waren eigentlich konstante TOP10 Ergebnisse, die habe ich dann doch immer um ein paar Plätze verpasst. Aber ich weiß, wo ich noch an mir arbeiten muss und kann. Vor allem die immer schwieriger werdenden Strecken verlangen nach immer besserer Fahrtechnik. Dieses Jahr konnte ich schon gute Fortschritte erzielen und werde insbesondere im Winter und Frühjahr weiter hart arbeiten um nächstes Jahr wieder konstant in den TOP10 dabei zu sein“.


Katrin Leumann hatte bereits in der ersten Runde Pech und fuhr sich in der Startphase einen Reifendefekt ein. „Nach dem Platten ging ich beinahe als letzte wieder ins Rennen und habe direkt meine Aufholjagt gestartet. Ein Platten ist immer unglücklich, aber in der Startphase umso mehr. Alle sind noch dicht beieinander und man muss dann umso mehr Konkurrentinnen überholen“, so die Schweizer Meisterin direkt nach dem Rennen. Katrin Leumann begann das Jahr beim Weltcup in Albstadt auf dem dritten Rang und konnte bei einem spannenden und harten Rennen zur Schweizer Meisterschaft wieder den Titel einfahren: „Ich darf am Ende der Saison nicht vergessen, dass wir dieses Jahr mein Training komplett umgestellt haben. Im ersten Jahr war es nun am Ende doch ziemlich hart, die Form zu halten. Aber ich bin mit dem neuen Training immer noch in der Lernphase und kann das in der kommenden Saison sicher noch verbessern. Alles in allem bin ich aber sehr zufrieden. Mit dem Weltcup Podest und Schweizer Meistertitel habe ich schon mal zwei große Ziele erreicht und musste erst heute meinen sechsten Gesamtweltcuprang abgeben“.

 

Nach ihrem Gesamtweltcupsieg am Donnerstag konnte Alexandra Engen beim XCO als letztes Saisonhighlight noch den fünften Rang im CrossCountry Gesamtweltcup verteidigen. Nach einem Zahnarztbesuch am Vortag und zahlreichen physiotherapeutischen Behandlungen später konnte die Schwedin nach dem physisch fordernden Sprint wieder in das Wettkampfgeschehen eingreifen: „Ehrlich gesagt konnte ich mir am Donnerstag nicht vorstellen, heute ein XC Rennen zu bestreiten. Aber heute Morgen war das Gefühl schon wieder besser und ich hatte richtig Lust auf das letzte Mal ‚volle Kanone‘. Der Sprint war hart und ich war doch etwas angeschlagen, aber ich habe direkt nach dem Start gemerkt, dass es eigentlich ganz gut geht und ich in den TOP 15 mitfahren kann“. Nach einem kontrollierten Start kämpfte sich die Schwedin Rang für Rang nach vorne und beendete das Rennen nach zwei sehr schnellen Runden gegen Ende auf dem zehnten Rang. Damit sammelte die überglückliche Schwedin in ihrer mit Abstand erfolgreichsten Saison genügend Punkte für die Gesamtwertung um den fünften Platz zu verteidigen.


Damit beendete das Team seine erfolgreichste Saison auf dem zweiten Rang in der Weltcupteamwertung und trifft sich im restlichen Verlauf des Jahres zum letzten gemeinsamen Rennauftritt in Südfrankreich beim Roc d’Azur. Einige Wochen später lässt das Team dann die Saison beim Jahresabschluss in den Kitzbüheler Alpen ausklingen.


11. März 2013
Katrin Leumann Gesamtsiegerin im Cyprus Sunshine Cup

Lisi Osl und Alexandra Engen zurück im Renngeschehen

Katrin Leumann hat mit Platz vier bei der letzten Etappe des Cyprus Sunshine Cups ihre Führung verteidigt und den Gesamtsieg eingefahren. Lisi Osl und Alexandra Engen sind nach ihren gesundheitlichen Problemen zurück im Renngeschehen und fanden gleich wieder den Anschluss an die Spitze.
Lisi Osl hatte ihre Magenprobleme überstanden und testete in Amathous beim letzten Lauf des Cyprus Sunshine Cups erstmals ernsthaft ihre Form. Nachdem sie in der Vorwoche das Afxentia Etappenrennen mit gesundheitlichen Problemen aufgeben musste, nutzte sie die Zeit für weitere intensive Trainingseinheiten: „Der Winter war lange und irgendwann will man einfach sehen, ob sich das Wintertraining ausgezahlt hat. Es hat wieder ordentlich in den Beinen und der Lunge gebrannt – genau auf dieses Gefühl habe ich mich lange wieder gefreut“, so die Kirchbergerin, die mit ihrem Saisonauftakt auf Rang sechs zufrieden war.
Alexandra Engen hatte bisher aufgrund von Kniebeschwerden ebenfalls auf einen Rennstart verzichtet und war genauso gespannt wie das erste Saisonrennen verlaufen würde. Zusammen mit Katrin Leumann – die als Gesamtführende in das letzten Rennen ging – sortierten sich beide in einer vierköpfigen Verfolgergruppe ein. „Adelheid Morath ist gleich in der ersten Runde weggezogen und wir konnten sie nicht halten. Sie ist ein starkes Rennen gefahren. Katrin und ich haben gut zusammengearbeitet und am Ende den dritten und vierten Platz nach Hause gebracht. Für zwei Wochen ohne Training bin ich sehr zufrieden“, war das erste Resümee der XCE Weltmeisterin, die hinter Morath und Spitz auf Rang drei ins Ziel kam.
Leumann und Engen arbeiteten füreinander und erlebten Höhen und Tiefen innerhalb des Rennens. Die Eidgenossin Leumann klagte aber bereits vor dem Rennen über ihre Beine: „Ich habe schon vor dem Rennen gemerkt, dass die Beine heute nicht frisch sind. Das ist aber auch kein Wunder. Trotz Gesamtführung hatte natürlich die Saisonvorbereitung Vorrang“. Beide waren jedoch am Ende stolz auf ihre Zusammenarbeit und das gute Ergebnis. Alexandra Engens „Problemknie“ hat den Härtetest bestanden und zauberte der Schwedin nach dem Rennen ein Lächeln ins Gesicht: „Ich bin mehrmals fast gestorben, aber es ging überraschenderweise irgendwann immer wieder. Der Kopf wollte noch schneller, aber ich bin superhappy, dass das Knie hält und das Wintertraining scheinbar gut angeschlagen hat“.
Mit dem Saisonauftakt nach Maß und fünf Renntagen in Folge auf dem Podest freuen sich die Fahrerinnen des GHOST Factory Racing Teams auf die weitere Saison. Für Lisi Osl steht nach einer weiteren Trainingswoche auf Zypern das nächste Trainingsrennen in Langenlois (AUT) an, ehe es für die drei Damen ein Wiedersehen beim Bundesligaauftakt in Bad Säckingen gibt. Auch wenn es aufgrund des abgesagten Sprintrennens keine Premiere des Weltmeistertrikots gibt, gilt es doch den XC Bundesligagesamtsieg aus dem Vorjahr zu verteidigen.


16. April 2012
Ghost Factory Racing Team

Mona Eiberweiser im Interview

Zu der Online-Kampagne "way2London" vom Ghost Factory Racing Team gibt es jetzt ein Interview mit der Fahrerin Mona Eiberweiser. Man erfährt unter anderem warum sie ihren Lebensmittelpunkt nach Freiburg verlagert hat, wer ihre sportlichen Vorbilder sind und was sie mit dem Begriff Heimat verbindet.

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